ALTE SCHÄTZE

Die hier abgebildeten Ansichtskarten und Fotos sind teilweise über 100 Jahre alt. Sie zeigen Motive aus Oberstedten und Umgebung. Oft sind es Gaststätten, Hotels oder Ausflugsziele, wo Gäste und Besucher gerne Ansichtskarten kauften und an Familie und Freunde verschickten. Die Sammlung wird weiter ergänzt.

(Vergrößern der Karten durch  Klick)

“Kriegerverein Fahnenweihe”
1899

“Mehrbildkarte Oberstedten”
Blick Nordosten 1902

“Ortsansicht”
1904

“Ortsansicht”
um 1905

“Maifeier”
1906

“Turnverein”
1906

“Weinbergstraße”
1911

“Genesungsheim/Hauptstr.”
1912

“Hauptstr./Weinbergstr.”
1915

“Denkmale/Ortseingang”
1925

“Denkmale”
um 1925

“Fahnenweihe Freie Sänger”
1926

“Genesungsheim Kann-Stiftung”
1932

“Rosengarten/Mühlenweg”
1936

“Hauptstraße/Ecke Hainstraße”
um 1950

“Kirche/Schule”
um 1950

“Kinderheim Haus am Dornbach”  um 1950

“Homburger Str./Hauptstr.”
um 1950

“Homburger Str./Schule/ Kirche”  1951

“Hauptstr./Altkönigstr.”
1956

“Straßenansichten”
1956

“Neuer Ortsteil Eichwäldchen”
1958

“Luftaufnahmen”
1961

“Ortsansicht”
1965

“Häuserstr./Altkönigstr.”
1968

“Taunushalle/Märchengarten”
1975

“Mehrbildkarte Oberstedten”
1970er

“Ortsansicht Luftbild”
um 1975

“1175 Jahre Oberstedten”
1992

“Jagdhaus Friedelsruhe”
Jahr und Ort unbekannt

“Feldberg”
1918

GASTHAUS ZUM TAUNUS / “TANTE ANNA”

Die letzte Traditionsgaststätte in Oberstedten besteht seit mehr 100 Jahren. Im Archiv von Fritz Wagner finden sich diverse Ausführungen von Postkarten, die gerne von den Gästen erworben wurden. Die Erläuterungen zu den Karten stammen aus Erzählungen von Fritz Wagner.

Friedrichstraße 1
um 1890, ehemaliges Gasthaus der Familie Raab/Wagner, bevor gegenüber das Gasthaus „Zum Taunus“ (später „Tante Anna“) gebaut wurde

Zum Taunus mit Kegelbahn und erstem Saal
um 1902, die Kegelbahn wurde fast bis ans Nachbarhaus angebaut, dazwischen entstand ein schmaler Durchgang, in Steede “Åle” genannt, zum Saal gelangte man durch den Biergarten hinten über eine Holztreppe; rechts die ev. Kirche und die damals neu gebaute Schule

Zum Taunus, 1914
mit Ortsansicht, Blick in den ersten Saal mit noch mobiler Bühne, filigran bemalte Seitendecken im Saal, Petroleumfackeln zwischen den Fenstern zur Beleuchtung, die Bühne war vom Saal nur durch einen üppigen Vorhang getrennt.

Zum Taunus
zwischen 1915 und 1920

Zum Taunus, coloriert
1920er Jahre

Zum Taunus, 1932
der Saal wurde mit Bühnenanbau und zwei gemauerten Treppenaufgängen erweitert, die aus Brandschutzgründen überraschend gefordert wurden. Da die Zeiten schlecht waren und die Gästezahl zurückging, fiel es den Geschwistern Wagner schwer, die Umbaumaßnahmen zu finanzieren.

Kegelklub Taunus, 30er Jahre 
der Kegelklub wurde 1913 gegründet, mit Fritz und Anna Wagner in Wirtspose, links am Tisch in der Mitte Philipp Wagner, Sophie Wagner ist wie immer in der Küche und deshalb nicht mit auf dem Bild, Perspektiventricks des Fotografen machen den Raum viel breiter

Zum Taunus, 1937/38
vor dem Krieg hing am Eck des Gebäudes das Aushangbrett des “Blockwarts” der Friedrichstraße, wo die neuesten Parolen und Befehle verkündet wurden. Der Blockwart steht auf dem Foto vor seinem Aushangbrett. Anna Wagner kannte dagegen viele Künstler aus Frankfurt, von denen einer die neue Namenbeschriftung am Haus entwarf und anlegte. An den Seiten der Eingangstür malte er einen “Apfelwein-Bembel” und ein “Rippchen mit Kraut” zur Einstimmung der Gäste. Das Häuschen am “Åle” neben der Gaststätte ist abgerissen.

Zum Taunus, 1938
mit Taunusansicht

Zum Taunus, 50er Jahre
Blick auf den jetzt verputzten Saal von Nordwest, Abzäunung im Bereich, wo später die Niederstedter Straße beginnt

Zum Taunus, Anfang 50er Jahre
Garten, Apfelweinkeller, kurz bevor der Name “Tante Anna” üblich wurde 

“Tante Anna”, Ende 50er Jahre
Die vielen Stammgäste aus dem Einzugsbereich bis Frankfurt hatten immer häufiger den Gassenhauer “Tante Anna” des Roland-Trios im Lokal gesungen. Der Name wurde Anna Wagner von den Gästen regelrecht aufgedrängt. Der neue “Künstlername” der berühmten Wirtin, bei der sich alle wohlfühlten, wurde zunehmend auch gebräuchlich als Lokalname. Die Nachkriegszeit mit der aufstrebenden Wirtschaft und dem neuen kleinen Wohlstand führte zu ausgelassenen Feiern im Saal, bei denen es sich alle endlich wieder einmal gut gehen lassen wollten. Viele Freundschaften und Ehen wurden im “Saal der Anna” geknüpft. Im Apfelweinkeller lagerten über 60.000 Liter Apfelwein, der mit besten Apfelbäumen auf den eigenen Streuobstwiesen erzeugt wurde.

Tante Anna, 60er Jahre
mit Wagner Maschinenhalle und Blick in einen der Apfelweinkeller

“Tante-Anna-Autoaufkleber”
1960er

Tante-Anna-Tourismus
In den 50er und 60er-Jahren kamen zunehmend Busse mit Gästen, oft auch einfache Landwirte aus dem umliegenden Hessenland, um die moderne Viehhaltung und Landwirtschaft von Fritz Wagner zu besichtigen und danach in der Apfelweingartenwirtschaft bei ein paar Schoppen alles zu besprechen. Hier eine Erinnerungskarte von der Altersvereinigung 1904 aus Großen-Buseck, mittendrin mit Schürze die Tante Anna. Am Wochenende reichte der Platz in der Gartenwirtschaft oft nicht aus, um die Masse der Gäste unterzubringen, die zusätzlich zur üblichen Kundschaft mit Bussen kamen. Im Hintergrund sieht man die Kreissparkasse, die ihre Räume lange Zeit in der Friedrichstraße 1 hatte.

HARDERTSMÜHLE   

Postkarte Hardertsmühle, 1896

Hardertsmühle, 1902

Hardertsmühle, 1911

Hardertsmühle, 1915

Hardertsmühle, 1916

Hardertsmühle, 1925

Hardertsmühle, 1925

Hardertsmühle, 1941

Hardertsmühle 1960

Hardertsmühle Anfang 1960er

Hardertsmühle, Ende 1960er

FORELLENGUT

Forellengut, 1930er
Obere Teiche

Forellengut, 1933
Gaststube

Forellengut, 1936

Forellengut, 1937

Forellengut, 1956

Forellengut, 1960

Forellengut, 1966
Gaststube

Forellengut, 1978

OBERSTEDTEN UM 1908

Im Jahr 1908 veröffentlichte der damalige Landrat von Marx für den Hochtaunuskreis das üppige Buch “Auf zum Taunus!”. Es sollte die “Unternehmung zur Hebung des Verkehrs und Förderung der Besiedlung im südlichen Taunus” unterstützen. In dem Buch waren 30 Ortschaften im vorderen Taunus mit ihren möglichen Siedlungsflächen für Villen beschrieben. Man wollte mit einer Werbung für das Siedeln auf dem Land dem starken Siedlungsdruck in den großen Städten, der durch die Industrialisierung entstanden war,  entgegenwirken. Auch Oberstedten wurde als Siedlungsort wärmstens empfohlen. Neben einer großen Karte mit den vorgesehenen Siedlunsflächen waren mehrere Fotos vom damaligen Oberstedten abgedruckt:

Oberstedten, von Nordost aus gesehen
um 1908

Oberstedten, von Süden aus gesehen
um 1908

Oberstedten, Baugelände
um 1908

Oberstedten, vom Baugelände aus gesehen
um 1908

Oberstedten, Kirche
um 1908